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Herkunftskennzeichnung bei Honig: Meilenstein für Transparenz und Konsumentenschutz

Mit der konsequenten Umsetzung der EU-Vorgaben setzt Österreich ein starkes Zeichen für klare Kennzeichnung von Importhonigen und für die Wertschätzung der österreichischen Imkerei.
Künftig müssen bei Honigmischungen alle Ursprungsländer sowie ihre Prozentanteile nachvollziehbar am Etikett ausgewiesen werden. Damit endet die Ära der irreführenden Sammelbezeichnungen wie „Mischung von Honig aus EU- und Nicht-EU-Ländern“. Das schafft mehr Orientierung für Konsumenten, stärkt den Verbraucherschutz und verbessert die Fairness im Wettbewerb für die heimischen Imkerinnen und Imkern.

Mehr Klarheit am Etikett

Künftig muss auf dem Etikett angegeben werden, in welchem Land der Honig erzeugt wurde. Stammt der Honig aus mehreren EU-Mitgliedstaaten oder Drittländern, sind die Ursprungsländer im Hauptsichtfeld in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteils anzuführen, ergänzt um die jeweiligen Prozentanteile. Die neuen Bestimmungen treten mit 14. Juni 2026 in Kraft, bereits zuvor gekennzeichnete Ware darf noch bis zum Abbau der Bestände verkauft werden.

Wichtiger Schritt für Konsumentenschutz und Lebensmittelauthentizität

Honig zählt weltweit zu den am häufigsten gefälschten Lebensmitteln. Billige Importe aus Drittstaaten, die mit Zuckersirup gestreckt sein können, setzen den Markt unter massiven Druck. Die neue Vollkennzeichnung wirkt hier als wichtiges Instrument für die zukünftige Rückverfolgbarkeit von Honigen für das vorgesehene Tracingsystem der EU.
„Das ist ein entscheidendes Signal für den Konsumentenschutz. Die Politik setzt hier ein klares Zeichen: Wir stehen für volle Transparenz und gegen die Täuschung am Frühstückstisch“, zeigt sich Wolfgang Pointecker (Präsident der österreichischen Erwerbsimker) erfreut.

Österreichs klare Linie bei Transparenz und Herkunft

Österreich hat auf EU-Ebene maßgeblich für strenge Regeln in der EU-Richtlinie (EU) 2024/1438 gekämpft. Dass diese nun auch national so konsequent umgesetzt werden, unterstreicht die Rolle des Landes beim Schutz regionaler Lebensmittel. Für Konsumenten bedeutet dies mehr Sicherheit, mehr Vertrauen und die Möglichkeit, sich bewusst für Qualität aus der Heimat zu entscheiden.